Wenn Sie vergessen, lösen Sie ein Band zur Vergangenheit auf. Was Sie einst hielten, lässt nun nach, und die Verbindung, die Sie an das Gestern kettete, wird brüchig.
Ein solcher Verlust lässt den Raum zwischen dem Gestern und dem Heute leer werden. Wenn die Erinnerung schwindet, wird das, was war, zu einer bloßen Spur, die keinen Halt mehr bietet. Es besteht die Möglichkeit, dass die Leere, die entsteht, schwer auf dem Gemüt liegt. Doch wer verliert, findet auch den Platz, um sich neu aufzustellen. Wer die Last der Erinnerung ablegt, findet neue Wege.
Wenn Sie jemanden vergessen, suchen Sie in diesem Traum nach einer Entlastung, die Sie sich selbst gewähren. Das Verzeichnis der Träume ordnet das Vergessen dem Loslassen zu, und wenn eine Person geht, wird aus dem Schmerz ein Weg zur Ruhe, den Sie sich durch das Streichen der Erinnerung selbst ebnen.
Jonas TrautTraumdeuter deutet Ihre Träume
Im Traumbuch steht für jedes Zeichen ein kurzer Satz. Was dort einmal aufgeschrieben wurde, gilt, bis etwas Besseres geschrieben ist. Ein Traumbuch ist wie ein Kalender in der Küchenschublade, Sie schlagen nach und wissen Bescheid. Die Zeichen, die nur erschrecken, hat die Deutung von früher längst aussortiert. Was bleibt, ist kurz und meist tröstlich. Mehr braucht man nachts nicht.
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