Wenn die Zensur in einen Traum tritt, wird das, was eigentlich gesagt werden müsste, unterdrückt. In Ihrem Inneren bleibt etwas Ungesagtes, das eigentlich nach draußen gehören würde, und so bleibt das Wesentliche im Dunkeln.
Dieses Schweigen im Traum zeigt an, dass die Ordnung des Ausdrucks gestört ist. Wo Worte fehlen, fehlt auch die Klarheit über das, was in Ihnen vorgeht. Wenn die Stimmen im Inneren verstummen, bleibt der Weg nach außen versperrt. Ein Wort, das nicht ausgesprochen werden darf, bleibt ein fremdes Gewicht.
Was verborgen bleibt, macht den Raum zwischen den Menschen schwer. Die Zensur im Traum weist darauf hin, dass eine Wahrheit nicht rechtzeitig ihren Platz findet. Diese Stille bringt keine Ruhe, sondern sie hält das Gesagte auf.
Jonas TrautTraumdeuter deutet Ihre Träume
Im Traumbuch steht für jedes Zeichen ein kurzer Satz. Was dort einmal aufgeschrieben wurde, gilt, bis etwas Besseres geschrieben ist. Ein Traumbuch ist wie ein Kalender in der Küchenschublade, Sie schlagen nach und wissen Bescheid. Die Zeichen, die nur erschrecken, hat die Deutung von früher längst aussortiert. Was bleibt, ist kurz und meist tröstlich. Mehr braucht man nachts nicht.
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