Wenn Sie trinken, findet eine Aufnahme in Ihr Inneres statt, die das Wesentliche nährt. Das Zeichen steht in den Verzeichnissen der Bedürfnisse neben der Sättigung, und es zeigt an, dass ein Mangel ausgeglichen wird.
Der Traum lässt offen, wie weit diese Aufnahme reicht und ob das Maß gewahrt bleibt. Ein Übermaß verändert die Art des Empfangens. Ein zu großer Schluck kann das, was eigentlich nähren sollte, schwer machen.
Wer zu viel trinkt, füllt sich über die Grenzen der Notwendigkeit hinaus. In den alten Büchern steht dieser Vorgang neben dem Verschwenden, und so trägt der Traum eine Last der Unmäßigkeit in sich.
Wenn Sie ganz viel trinken, wird das, was zur Erquickung gedacht war, zu einer Last für das Innere. Die Fülle verdeckt den eigentlichen Durst.
Jonas TrautTraumdeuter deutet Ihre Träume
Im Traumbuch steht für jedes Zeichen ein kurzer Satz. Was dort einmal aufgeschrieben wurde, gilt, bis etwas Besseres geschrieben ist. Ein Traumbuch ist wie ein Kalender in der Küchenschublade, Sie schlagen nach und wissen Bescheid. Die Zeichen, die nur erschrecken, hat die Deutung von früher längst aussortiert. Was bleibt, ist kurz und meist tröstlich. Mehr braucht man nachts nicht.
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