Ein Schacht weist auf das Wagnis hin, das im Verborgenen liegt. Wenn Sie vor einer solchen Tiefe stehen, begegnen Sie dem, was sich dem Blick entzieht und erst durch das Vorwärtsgehen erfahrbar wird.
Das Verborgene fordert Sie heraus, den Boden unter den Füßen zu prüfen, bevor Sie den Schritt wagen. Es besteht die Gefahr, dass der Weg in die Tiefe nicht mehr zurückführt. Ein Licht am Ende des Weges zeigt jedoch, dass das Verborgene auch eine Öffnung nach oben bereithält. Wer den Abgrund nicht scheut, findet den Grund.
Ein enger Schacht verengt den Spielraum für das Wagnis und macht das Verborgene spürbar bedrohlich. In den alten Büchern steht die Enge neben der Tiefe, und so wird der Traum zu einer Prüfung der Beengung, die den Atem raubt.
Jonas TrautTraumdeuter deutet Ihre Träume
Im Traumbuch steht für jedes Zeichen ein kurzer Satz. Was dort einmal aufgeschrieben wurde, gilt, bis etwas Besseres geschrieben ist. Ein Traumbuch ist wie ein Kalender in der Küchenschublade, Sie schlagen nach und wissen Bescheid. Die Zeichen, die nur erschrecken, hat die Deutung von früher längst aussortiert. Was bleibt, ist kurz und meist tröstlich. Mehr braucht man nachts nicht.
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