Kosmetik zeigt Ihnen das Bild, das Sie von sich selbst entwerfen oder das Sie anderen vorspiegeln wollen. Es ist der Schein, der die wahre Gestalt überdeckt und die Art und Weise bestimmt, wie Sie im Außen wirken.
Wenn Sie diesen Traum sehen, rührt er an die Grenze zwischen dem, was ist, und dem, was sein soll. Die Fassade, die Sie halten, ist das Thema dieses Traums. Eine schwere Möglichkeit besteht darin, dass die Mühe um das äußere Bild die Verbindung zum eigenen Kern schwächt. Ein kleiner Lichtblick ist, dass die Aufrichtigkeit im Verborgenen immer bereitsteht. Wer die Maske trägt, vergisst das Gesicht darunter nicht.
Wenn Sie sich schminken, richten Sie den Schein so, dass Sie das, was Sie eigentlich vorhaben, vor den Augen der anderen verbergen. Das Verzeichnis ordnet das sorgsame Auftragen der Handlung als ein Werkzeug zu, um das Innere vor den Augen der anderen zu bewahren.
Die Mascara auftragen dient der Verstellung, um den Blick auf eine Weise zu lenken, die nicht der Wahrheit entspricht. In den alten Büchern steht diese Handlung bei den Dingen der Selbstdarstellung, was bedeutet, dass Sie im Traum versuchen, eine Wirkung zu erzwingen, die nicht von Natur aus vorhanden ist.
Eine Gesichtsmaske zeigt Ihnen eine Täuschung, die durch eine starre Haltung entsteht. Da das Zeichen in der Ordnung der Verkleidungen steht, bedeutet diese Unbeweglichkeit, dass der verstellte Anschein so fest geworden ist, dass kein Raum mehr für das Weiche bleibt.
Kajal lenkt die Aufmerksamkeit scharf auf das Auge und schafft zugleich eine Schranke davor. Es ist wie ein Zaun um das Auge, der zeigt, wie Sie Ihre Wahrnehmung kontrollieren oder schützen.
Der Lippenstift, den Sie auftragen, entspringt der Eitelkeit, um das Erscheinungsbild zu schmücken. Diese Spielart gehört zu den Zeichen der Verführung und zeigt, dass Sie im Traum nach einer Wirkung streben, die rein auf der Oberfläche beruht.
Das Auftragen von Parfum sucht die Gunst der anderen durch die Kraft der Anziehung. Sie versuchen damit, eine angenehme Spur in der Luft zu hinterlassen.
Jonas TrautTraumdeuter deutet Ihre Träume
Im Traumbuch steht für jedes Zeichen ein kurzer Satz. Was dort einmal aufgeschrieben wurde, gilt, bis etwas Besseres geschrieben ist. Ein Traumbuch ist wie ein Kalender in der Küchenschublade, Sie schlagen nach und wissen Bescheid. Die Zeichen, die nur erschrecken, hat die Deutung von früher längst aussortiert. Was bleibt, ist kurz und meist tröstlich. Mehr braucht man nachts nicht.
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