Eis bedeutet das Verharren in einer Kälte, die alles Leben und jede Bewegung in sich aufnimmt. Wenn Sie diesen Traum sehen, begegnen Sie einer Erstarrung, die den Geist oder die Umstände regiert.
Diese Kälte kann den Blick auf das Wesentliche verstellen, da sie den Raum zwischen den Dingen füllt und alles unter sich begräbt. Es ist ein Zustand, in dem die Wärme des Handelns fehlt. Ein kalter Geist lässt die Welt stumm werden.
Wenn Sie einen aufragenden Eisberg sehen, zeigt der Traum eine Gefahr, die unter der Oberfläche lauert und deren Ausmaß Sie noch nicht kennen. Diese Lesart steht in der Tradition der Dinge, die im Verzeichnis der Unwägbarkeiten verzeichnet sind, wo das, was man sieht, nicht das Ganze der Sache ist. Sie sollten deshalb mit Bedacht handeln.
Wenn Sie aus dem Eis ausrutschen oder ins Eis einbrechen, zeigt der Traum, dass das, was Ihnen bisher als sicher galt, plötzlich nachgibt. Ein solcher Fehltritt geschieht meist dann, wenn man sich auf eine Grundlage verlässt, die im Inneren bereits hohl ist. In den alten Büchern wird dies als das Nachgeben des Festen gedeutet.
Ein klares Eiswasser in einem Traum bringt eine Ernüchterung mit sich, die wie ein Schock wirkt. Diese Klarheit ist nicht sanft, sondern sie reißt Sie aus der Trägheit und zwingt Sie zur Wachsamkeit.
Das Eis essen bringt Ihnen im Traum eine kleine Erfrischung, die den Frost der Umgebung kurzzeitig lindert. Ein solcher Genuss wird in der Überlieferung als eine leichte Freude gewertet, die dem Alltag etwas von seiner Schwere nimmt.
In einer unbeweglichen, weiten Eislandschaft führt das Schweigen die Einsamkeit zu Ende. Wo der Raum weit und unbeweglich ist, bleibt der Austausch mit der Welt aus.
Wenn ein Eis schmilzt oder ein Eisblock schmilzt, so ist dies ein Zeichen für das Nachlassen der Starre. Die Kälte weicht, und damit auch die Abweisung, die Sie vielleicht empfunden haben. Die feste Ordnung bricht auf und lässt Raum für Neues.
Eine farbenfrohe Kugel Eiscreme zu essen, schenkt Ihnen einen kurzen Moment der Erfrischung, der den schweren Zustand des Haupttraums aufhebt. Solch ein Genuss wird in der Überlieferung als eine leichte Freude gewertet, die dem Alltag etwas von seiner Schwere nimmt.
Auf einer glatten Eisbahn zu stehen, verlangt von Ihnen ein Wagnis, bei dem Sie das Gleichgewicht halten müssen.
Ein festes Iglu bietet Ihnen einen Rückzug, der vor der Frostigkeit der Welt schützt.
Ein wackelnder Gang beim Eiskunstlauf deutet auf einen Fehltritt hin, der die mühsam erarbeitete Beherrschung stört. Wenn die Anmut verloren geht, zeigt der Traum, dass die Balance in einer Angelegenheit wankt.
Jonas TrautTraumdeuter deutet Ihre Träume
Im Traumbuch steht für jedes Zeichen ein kurzer Satz. Was dort einmal aufgeschrieben wurde, gilt, bis etwas Besseres geschrieben ist. Ein Traumbuch ist wie ein Kalender in der Küchenschublade, Sie schlagen nach und wissen Bescheid. Die Zeichen, die nur erschrecken, hat die Deutung von früher längst aussortiert. Was bleibt, ist kurz und meist tröstlich. Mehr braucht man nachts nicht.
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