Wenn Sie die Augen nicht öffnen können, drängt die Wirklichkeit gegen Sie, während sie gleichzeitig verschlossen bleibt. Diese Erfahrung zeigt, dass ein Übergang oder eine Erkenntnis in Ihrem Leben feststeckt und der Zugang zu dem, was unmittelbar vor Ihnen liegt, verwehrt ist.
Es ist ein Zustand, in dem das Verständnis auf sich selbst zurückgeworfen wird, weil die äußere Welt keine Antworten gibt. Die Schwere liegt darin, dass Sie sich in einer Lage befinden, in der das Offenbare unzugänglich bleibt. Ein klarer Blick auf die Dinge ist in diesem Moment nicht möglich.
Wer die Augen nicht aufhalten kann, hat die Kontrolle über seine Wahrnehmung verloren. Wer die Augen zuhalten möchte, sucht vor dem, was kommt, Schutz. Ein Blick nach innen ist die einzige Richtung, die bleibt, wenn die Außenwelt sich dem Zugriff entzieht.
Das Auge geht nicht auf oder die Augen sind zu, und so bleibt die Erkenntnis blockiert, weil die Schwelle zum Verstehen nicht überschritten werden kann. In den alten Kalendern steht das Zeichen für das Nicht-Sehen neben dem Unverstand, und so zeigt dieser Traum, dass Sie eine Einsicht noch nicht annehmen können.
Wenn Sie verbundene Augen im Traum sehen, ist die Einsicht geteilt oder durch eine andere Person eingeschränkt. Dies verändert den Traum dahingehend, dass die Unklarheit nicht nur Ihre eigene Angelegenheit ist, sondern in einer Beziehung oder einem Miteinander wurzelt.
Wenn die Augen verklebt oder zugeklebt sind, ist die Barriere zwischen Ihnen und der Welt nicht nur ein Moment, sondern ein Zustand, der mühsam überwunden werden muss. Diese feste Verbindung macht die Wirklichkeit zu einer Last, die Sie gewaltsam aufbrechen wollen.
Wenn Sie geschlossene Augen sehen, ist dies ein Zeichen für die bewusste oder unbewusste Abkehr vom Offensichtlichen. Es ist die Ruhe vor der Erkenntnis, die in den Hausbüchern als ein Innehalten vor der Prüfung gedeutet wird.
Wenn die Augen zugenäht sind, ist die Unzugänglichkeit der Wahrheit endgültig und schmerzhaft. Die Verbindung zur Welt ist hier nicht bloß verschlossen, sondern durch ein äußeres Mittel dauerhaft unterbrochen, was die Suche nach Erkenntnis zu einem Kampf gegen das Unabwendbare macht.
Die Augen nicht offen halten zu können oder die Augen zuzuhalten, zeigt die Erschöpfung vor einer Wahrheit, die Sie noch nicht tragen können. Es ist das Zögern vor dem Licht, das den Blick nach innen erzwingt.
Zur allgemeineren Bedeutung: Traumdeutung Augen
Jonas TrautTraumdeuter deutet Ihre Träume
Im Traumbuch steht für jedes Zeichen ein kurzer Satz. Was dort einmal aufgeschrieben wurde, gilt, bis etwas Besseres geschrieben ist. Ein Traumbuch ist wie ein Kalender in der Küchenschublade, Sie schlagen nach und wissen Bescheid. Die Zeichen, die nur erschrecken, hat die Deutung von früher längst aussortiert. Was bleibt, ist kurz und meist tröstlich. Mehr braucht man nachts nicht.
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