Wenn Sie etwas verlieren, fällt ein vertrauter Halt fort. Eine Stütze, auf die Sie sich verlassen haben, ist nicht mehr da.
Ein solcher Verlust lässt eine Lücke zurück, in der die gewohnte Ordnung nicht mehr greift. Die Welt zeigt sich in diesem Moment als ein Raum, in dem das Bekannte seinen festen Platz verlassen hat. Wer einen Halt verliert, muss sich neu auf den Boden stellen.
Ein verlorenes Gut ist ein schwerer Schatten, wenn es das bittere Versäumnis darstellt. In den alten Büchern steht das Verlieren unter den Dingen, die den Besitz betreffen, und wenn es als etwas Kostbares erscheint, zeigt es die Last dessen, was man nicht bewahrt hat.
Wenn Sie jemanden verlieren, weicht ein Mensch, den Sie kannten, aus Ihrem Umfeld. In der Ordnung der Zeichen steht das Entschwinden von Personen neben dem Verlust von Besitz, doch wenn eine Person geht, wird die Entfremdung sichtbar, weil die Nähe zu einem anderen nicht mehr gehalten werden kann.
Jonas TrautTraumdeuter deutet Ihre Träume
Im Traumbuch steht für jedes Zeichen ein kurzer Satz. Was dort einmal aufgeschrieben wurde, gilt, bis etwas Besseres geschrieben ist. Ein Traumbuch ist wie ein Kalender in der Küchenschublade, Sie schlagen nach und wissen Bescheid. Die Zeichen, die nur erschrecken, hat die Deutung von früher längst aussortiert. Was bleibt, ist kurz und meist tröstlich. Mehr braucht man nachts nicht.
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