Eine Urne zeigt den endgültigen Abschluss eines Lebensabschnitts an. Wenn ein Traum diesen Schluss findet, ist eine Phase der Zeit, wie sie im Kalender der Jahre steht, vollendet.
Was in diesem Traum geschieht, lässt die Dinge so ruhen, wie sie sind. Die Zeit der Veränderung ist vorüber und das, was war, bleibt in der Erinnerung bestehen.
Ein versiegelter Deckel bewahrt das, was geschah, vor dem neuen Tag. Wer eine verschlossene Urne sieht, findet ein stilles Gedenken, das in den alten Büchern der Ahnen als Zeichen für den Frieden nach dem Sturm steht.
Ein Scherbenhaufen bringt den aufgewühlten Schmerz hervor, wenn Sie eine zerbrochene Urne sehen. In der Ordnung der Zeichen steht das Zerbrechen dem festen Halt gegenüber, was die Wunden einer vergangenen Zeit wieder sichtbar macht. Was abgeschlossen ist, braucht keinen neuen Anlauf.
Jonas TrautTraumdeuter deutet Ihre Träume
Im Traumbuch steht für jedes Zeichen ein kurzer Satz. Was dort einmal aufgeschrieben wurde, gilt, bis etwas Besseres geschrieben ist. Ein Traumbuch ist wie ein Kalender in der Küchenschublade, Sie schlagen nach und wissen Bescheid. Die Zeichen, die nur erschrecken, hat die Deutung von früher längst aussortiert. Was bleibt, ist kurz und meist tröstlich. Mehr braucht man nachts nicht.
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